Heimische Betriebe gestärkt – Austausch mit Ewitherm Holzbau GmbH in Thedinghausen

Bei der Firma Ewitherm Holzbau GmbH in Thedinghausen informierte ich mich gemeinsam mit dem SPD-Kandidaten für die Samtgemeindebürgermeisterwahl André Bornemann und Petra Roselius, die dem Thänhuser Samtgemeinderat sowie Kreistag angehört, über die aktuelle Lage und Anliegen des Betriebs an die Politik. Seit 2015 beliefert Ewitherm Holzbau Handwerksbetriebe, darunter auch Betriebe aus dem Landkreis Verden, mit individuell angefertigten Fenstern und Türen, die in Neu- und Bestandsbauten eingebaut werden können.

„Gut für Ewitherm als heimisches Unternehmen ist die Anhebung der Auftragswertgrenzen bei Vergabeverfahren gewesen,“ so Jan-Peter Albers, Geschäftsführer von Ewitherm Holzbau. Somit müssen weniger Verfahren EU-weit ausgeschrieben werden, wodurch lokale Betriebe von Kommunen stärker berücksichtigt werden. Das Land Niedersachsen hatte 2025 die Wertgrenzen für Direktaufträge öffentlicher Auftraggeber bei Liefer- und Dienstleistungen von 1.000 Euro und der für Bauleistungen von 3.000 Euro einheitlich auf 20.000 Euro ohne Umsatzsteuer angehoben. So soll eine dauerhafte Entlastung der öffentlichen Auftraggeber und der vergebenden Stellen erreicht werden. Für diese unbürokratische Lösung hatte ich mich nach Hinweisen verschiedener heimischer Handwerksbetriebe eingesetzt.

Auf die Frage André Bornemanns nach der Fachkräftesituation, betonte Jan-Peter Albers, dass sie nach neuen Fachkräften suchen und seit 2016 in den drei Berufen Tischler/in, Maschinist/in sowie Kauffrau bzw. -mann im Büromanagement ausbilden. Für das anstehende Ausbildungsjahr gibt es bei Ewitherm Holzbau noch einen freien Ausbildungsplatz für die Tischlerausbildung. Regelmäßig beteilige sich Ewitherm Holzbau an

Berufsorientierungsveranstaltungen der Gudewill-Schule Thedinghausen, um Perspektiven im Handwerk und insbesondere im eigenen Betrieb aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang erkundigte ich mich, ob in Niedersachsen ein freiwilliges Handwerksjahr ähnlich zu dem bestehenden Modell in Schleswig-Holstein und dem Freiwilligen Sozialen Jahr eingeführt werden solle. Diese Idee sehen Jan-Peter Albers und Holger Asche, Betriebsleiter bei Ewitherm Holzbau, positiv.

Insgesamt zeigten wir uns beeindruckt. „Mich hat besonders die Verbindung aus traditionellem Tischlerhandwerk und modernster Technik beeindruckt. Hier werden handwerkliches Können, langjährige Erfahrung und innovative Produktionsverfahren miteinander vereint, um hochwertige Fenster und Türen zu schaffen. Wichtig bleibt mir der Austausch mit den Unternehmen vor Ort, um gemeinsam die Wirtschaft und Arbeit vor Ort zu fördern,“ so André Bornemann.