Kahlschlag-Pläne bei VW: „Kein tragfähiges Konzept für die Zukunft“

Der Führung des VW Konzerns hat heute angekündigt, in den nächsten fünf Jahren 4 Werke an Standorten in Deutschland schließen zu wollen, und darüber hinaus Investitionen um 30% zu kürzen. Diese Entscheidung zeugt von wirtschaftlicher Kurzsichtigkeit und setzt auf Profitmaximierung mittels Offshoring – alles auf dem Rücken von zehntausenden Beschäftigten, deren Existenz bedroht wird. Die SPD-Europaabgeordneten aus den betroffenen Regionen sprechen sich klar gegen solche Schritte aus.

Tiemo Wölken, SPD-Europaabgeordneter für Westniedersachen und Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion im Umwelt-Ausschuss:

„Werkschließungen und Massenentlassungen sind kein Rezept für die Gesundung des VW-Konzerns. Anstatt dessen muss das in der Belegschaft vorhandene Know-How genutzt werden, um wieder mit wettbewerbsfähigen, erschwinglichen Produkten und zukunftsweisenden Technologien zu überzeugen. In der aktuellen Lage massiv Investitionen zu streichen kommt zudem der Sabotage der zukünftigen Leistungsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens gleich. Besonders bizarr ist dann auch die Gefährdung innovationsstarker Standorte wie Emden, die die Transformation in die E-Mobilität bereits vollzogen haben. Wir bleiben dabei: Wir kämpfen für die gesamte Belegschaft, für alle Werke, und wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.“