Mikroförderung geht in 2. Runde

Wieder Chance für Kreisverdener Projekte ab 1.9.

 

Kreisverdener Vereine und ehrenamtlich Engagierte haben erneut die Chance auf die neue niedrigschwellige Mikroförderung des Landes. Das habe ich von Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens erfahren. Die Kleinstförderung ist ein zentraler Bestandteil der Niedersächsischen Strategie für Engagement und Ehrenamt. Sie unterstützt Vereine, Initiativen, gemeinwohlorientierte Organisationen und ehrenamtlich Engagierte mit Zuschüssen zwischen 100 und 2.500 Euro bei der Umsetzung ihrer Projekte vor Ort.

Bereits die erste Förderrunde stieß auf eine außergewöhnlich hohe Resonanz: Innerhalb von rund zwei Tagen gingen 576 Förderanträge ein. Das bereitgestellte Fördervolumen von einer Million Euro war damit innerhalb kürzester Zeit vollständig ausgeschöpft. In der ersten Runde wurden acht Förderanträge aus dem Landkreis Verden bewilligt werden mit einem Volumen von über 14.000 Euro. Darunter waren im Landkreis Verden beispielsweise das Fest am Blender See, ein Projekt des Schützenvereins Dörverden zur Modernisierung des Schießstandes, die Anschaffung eines Defibrilators durch den Sportverein Holtebüttel oder ein Bauernhofbesuch mit Kita-Kindern organisiert durch den Verein für nachhaltige Ernährung, Umweltbildung und Agrarwirtschaft NEUA e.V.

Die Mikroförderung ist Rückenwind fürs Ehrenamt. Die starke Nachfrage in der erste Förderrunde macht deutlich, wie hoch der Bedarf an einfachen und unbürokratischen Fördermöglichkeiten für das Ehrenamt bei uns in der Region ist. Weil auch in der zweiten Förderrunde wieder mit vielen Anträgen zu rechnen ist, rate ich allen Interessierten aus dem Landkreis Verden direkt zum Start der Förderung am 1. September einen Antrag zu stellen.

Im Rahmen ihrer Sommerreise hatte Ministerin Daniela Behrens nun einen Förderscheck über 800.000 Euro an die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Niedersachsen e. V. (LAGFA) übergeben. Mit den zusätzlichen Mitteln wird die erfolgreiche Mikroförderung fortgesetzt. Ausschlaggebend sind die hohe Nachfrage sowie die positiven Ergebnisse einer Zwischenevaluation. Bereits zu Jahresbeginn hatte das Land Niedersachsen auf Beschluss des Landtages hin eine Million Euro für das Programm bereitgestellt. Damit erhöht sich die Gesamtsumme, die das Land Niedersachsen im Jahr 2026 für die Mikroförderung zur Verfügung stellt, auf 1,8 Millionen Euro.

Ab dem 1. September 2026 startet die nächste Förderphase der Mikroförderung. Die bewährten Rahmenbedingungen bleiben unverändert. Gefördert werden weiterhin vielfältige Projekte, die mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand große Wirkung vor Ort entfalten können. Dazu zählen unter anderem Nachbarschaftsinitiativen, Bildungs- und Jugendangebote, soziale Projekte sowie kulturelle Mikrovorhaben. Um Ehrenamtliche bei der Antragstellung zu entlasten, bleibt das Verfahren bewusst einfach und zeitsparend gestaltet. Ein besonderes Merkmal der Mikroförderung ist der vollständig digitale Ablauf: Von der Antragstellung bis zur Abrechnung erfolgt das gesamte Verfahren online über die LAGFA Niedersachsen. Das bedeutet weniger Bürokratie, eine schnellere Bearbeitung und ein nutzerfreundliches Verfahren für die Antragstellenden. Die Auszahlung erfolgt weiterhin in zwei Schritten: 50 Prozent der Fördersumme werden unmittelbar nach der Förderzusage ausgezahlt, die verbleibenden 50 Prozent nach Prüfung des Verwendungsnachweises durch die LAGFA Niedersachsen. Dadurch können Vereine, Initiativen und Organisationen ihre Projekte ohne Vorfinanzierungsdruck auf einer verlässlichen finanziellen Grundlage starten.

Mehr Informationen zur neuen Mikroförderung sind online erhältlich unter Mikroförderung: Kleines Geld, große Wirkung – LAGFA Niedersachsen