Auf Initiative des SPD-Unterbezirks Rotenburg ist es gelungen, die Wanderausstellung „Wehrhafte Demokratie“ des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold nach Rotenburg (Wümme) zu holen. Die Ausstellung ist noch bis zum 08. Mai 2026 im Rathaus der Stadt Rotenburg (Wümme) zu sehen. Alle demokratischen Kräfte aus dem Stadtrat begrüßen diese Idee.
Die Ausstellung wurde von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Zusammenarbeit mit dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V., konzipiert.
Das im Februar 1924 gegründete Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold entwickelte sich in den politischen Wirren der 1920er-Jahre rasch zur größten republikanischen und verfassungsverteidigenden Organisation in der Weimarer Republik. Schwerpunkte der Ausstellung liegen auf der Gründungsphase und den Zielen des Reichsbanners, den Aktivitäten und Aktionsformen zur Verteidigung der Republik und dem Widerstand von Angehörigen des Reichsbanners gegen den Nationalsozialismus. Darüber hinaus wird das politische Engagement ehemaliger Reichsbanner-Angehöriger nach 1945 aufgegriffen. Die Ausstellung kann dabei auf neueste Forschungsergebnisse zurückgreifen und präsentiert bisher nicht gezeigte Fotos und Dokumente.
Im Jahr 2024 war diese Ausstellung im Bundestag und im niedersächsischen Landtag zu sehen. Die Co-Vorsitzenden der SPD im Landkreis Rotenburg, Ina Helwig und Sebastian Brandt sind stolz, dass es dem SPD-Unterbezirk gelungen ist, dieses wertvolle Material den Menschen im Landkreis Rotenburg zu zeigen.
Ina Helwig und Sebastian Brandt heben die besondere Bedeutung der Ausstellung hervor: Ina Helwig erklärt: „Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen ist es entscheidend, dass wir uns unserer demokratischen Wurzeln bewusst sind. Diese Ausstellung zeigt eindrucksvoll, dass Demokratie Engagement braucht und dass es auf jede und jeden Einzelnen ankommt, sie zu verteidigen.“ Sebastian Brandt ergänzt: „Die Geschichte des Reichsbanners macht deutlich, dass Demokratinnen und Demokraten schon einmal gemeinsam für unsere Werte eingestanden haben. Dieses gemeinsame Handeln ist auch heute der Schlüssel, um unsere Demokratie stark und wehrhaft zu halten.“
Bürgermeister Torsten Oestmann begrüßt die Ausstellung ausdrücklich und hebt die breite politische Unterstützung als ein starkes Signal für den Zusammenhalt in der Stadt und ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung hervor. „Die Ausstellung kommt zum richtigen Zeitpunkt“.
Auch aus den Reihen der demokratischen Parteien im Rat wird die Ausstellung als wichtiges Zeichen gewertet. Henning Poppe (CDU) betont: „Die Ausstellung zur Wehrhaften Demokratie im Rathaus Rotenburg (Wümme) macht eindrücklich deutlich, wie wichtig Zivilcourage, demokratische Werte und persönlicher Mut heute und zur Zeit der Weimarer Republik sind.“ Alexander Künzler (FDP) unterstreicht die historische Vorbildfunktion: „Liberale, Konservative und Sozialdemokraten zusammen für die Demokratie: Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold ist ein Vorbild für alle Demokraten.“ Stefan Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzt: „Die Ausstellung mahnt uns gerade in der heutigen Zeit, dass unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht selbstverständlich ist, sondern von uns allen jeden Tag auf Neue durch demokratisches Engagement mit Leben gefüllt werden muss.“
Auch Astrid Mujica Alvarado, SPD-Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2026, sieht eine hohe aktuelle Relevanz: „Unsere Väter und Mütter der Bundesrepublik haben versucht, unser Grundgesetz wehrhafter zu gestalten, als sich am Ende die Weimarer Republik gezeigt hat. Ich hoffe, dass sich dieser Versuch trotz vieler Parallelen in der damaligen und heutigen Entwicklung als wehrhaft zeigt zum Wohle aller in diesem Land.“
Besonders richtet sich die Ausstellung auch an junge Menschen: Alle Schulen im Landkreis Rotenburg sind herzlich eingeladen, die Ausstellung mit ihren Klassen im Rahmen des Unterrichts zu besuchen. Passendes und didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial kann über die Stiftung Gedenkstätten Deutscher Widerstand bezogen werden und bietet eine wertvolle Grundlage, um die Inhalte der Ausstellung im Unterricht zu vertiefen.
Der SPD-Unterbezirk Rotenburg lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, die Ausstellung im Rathaus zu besuchen und sich mit der Geschichte sowie der Bedeutung einer wehrhaften Demokratie auseinanderzusetzen. Gerade im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 setzt die Ausstellung ein klares Zeichen: Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Widerspruch und vom gemeinsamen Einsatz für Freiheit und Zusammenhalt.
