Gute Nachricht aus Berlin: Wolfsbestand wird einfacher regulierbar

Der Wolf wird in Niedersachsen künftig leichter bejagbar. Nachdem die EU auch auf Drängen Niedersachsens hin den Weg hierfür freigemacht hatte, hat der Bundestag am Donnerstag (05.03.2026) eine entsprechende Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen. Ich begrüße diesen Schritt als wichtigen Durchbruch für den ländlichen Raum. Niedersachsen macht schon lange Druck für klare Regeln. Der Wolf ist bei uns nicht mehr gefährdet – stattdessen gefährdet er an vielen Stellen die wichtige Weidetierhaltung.

Wir brauchen keine bürokratischen Hürden, sondern schnelle Lösungen, wenn Wölfe zum Problem werden. Besonders dort, wo Zäune allein nicht helfen, muss eine Entnahme unkompliziert möglich sein. Die schon gerissenen Weidetiere werden hierdurch leider nicht mehr lebendig – aber wir müssen an die Zukunft denken.

Nach dem Bundestag muss Ende des Monats noch der Bundesrat zustimmen. Ich rechne hier mit einer breiten Mehrheit. Parallel dazu bereitet Niedersachsen bereits einen konkreten Managementplan vor. Ziel ist es, Wölfe koordiniert, zügig und rechtssicher zu entnehmen.

Das Ganze wird von zwei zentralen Kriterien geleitet. Erstens: Der gute Erhaltungszustand der Wolfspopulation muss stets gegeben sein. Zweitens: Wölfe, die Risse verursachen und/oder sämtliche Scheu vor dem Menschen verloren haben, sollen bevorzugt und ganzjährig entnommen werden können. Darüber hinaus begrüße ich auch die Möglichkeit, besondere Gebiete wie Deiche im Managementplan besonders berücksichtigen zu können. Damit gibt es drei Säulen, um den Wolfsbestand sinnvoll zu regulieren und die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten. Im Managementplan wird Niedersachsen alle diese Möglichkeiten aufnehmen.

Die Botschaft ist klar: Wer die Scheu vor Menschen verliert oder Weidetiere reißt, muss entnommen werden können – und zwar ganzjährig. Gleichzeitig schützen wir besondere Gebiete künftig besser. Wir schaffen jetzt die rechtliche Sicherheit, die unsere Tierhalter und die Menschen in der Region dringend brauchen.