Nicole Totzek

Nicole Totzek

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Kandidatur für die Samtgemeinde und die Gemeinde Sittensen

Wer bin ich?
Was mache ich beruflich, wie lange lebe ich schon im Dorf, Familienstand?

Mein Name ist Nicole Simone Totzek, ich bin 52 Jahre alt, seit 21 Jahren verheiratet und lebe seit Ende 1996 im schönen Sittensen.
Ich stamme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet. Dort bin ich groß geworden, zur Schule gegangen und habe meinen Beruf erlernt.
1996 musste eine Entscheidung getroffen werden, die sowohl mit dem Beruf, als auch dem damaligen Freund zusammenhing.
Also neue Arbeit gesucht, umgezogen und hier dann ein neues Leben aufgebaut.
Seit Anfang 1997 bin ich in einem mittelständischen Chemiebetrieb in Bremen beschäftigt und dort für Marketing & Sales
sowie im Key Account Management tätig.
Neben dem doch sehr anspruchsvollen Beruf und dem politischen Ehrenamt bin ich in der Hilfe für Geflüchtete tätig,
mittlerweile zusehends im Bereich der Integration und Unterstützung bei dem ein oder anderen Auszubildenden
z.B. Hilfe beim Berichtswesen, Lernunterstützung.
Ich singe ganz gern (Altstimme / Kirchenchor), jedoch setzten sowohl Beruf, Ehrenämter und nun die Pandemie dem ganzen Grenzen.
Sobald es wieder möglich ist, möchte ich das Singen aber gern wieder aufnehmen.
Ich mag gern die Natur und engagiere mich im Rahmen meiner Möglichkeiten im Nabu und unterstütze Sea Shepherd.
Der eigene Garten ist jedes Jahr ein Tummelplatz für Biene, Hummel und Co. und die Vogelwelt wird ebenfalls gut versorgt.
Bei Strandurlauben passiert es, dass ich auf dem Spaziergang am Flutsaum zu einer Mülleinsammlerin mutiere.
Ich mag unsere Nahziele zum Stressabbau und tief durchatmen, z.B. das Tister Bauernmoor sowie den Landpark Lauenbrück.
In die Ferne zieht es mich gern nach Südostasien oder auf die arabische Halbinsel.

Warum mache ich Kommunalpolitik?
Warum möchte ich wieder für das Amt kandidieren?

Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen (Sokrates).
Mir ist und war es wichtig, mich einzubringen und nicht auf der Seite der Kritiker und ewigen Meckerer zu stehen.
Bereits in jungen Jahren habe ich mich gewerkschaftlich engagiert.
Als Ruhrpottkind war mir wohl auch die politische Richtung in die Wiege gelegt worden, daher war klar, dass ich für die SPD in den Ring steigen würde.
Ich möchte erneut kandidieren, weil ich mich in einem bereits langjährig bestehenden Team ordentlich warmgelaufen und etabliert habe und feststellen durfte, dass sowohl Akzeptanz
(weil zunächst Newby), Toleranz (manch andere Sichtweise...) und Respekt (zu den Entscheidungen stehen) aufgebaut und ausgebaut werden konnte. Viele Projekte wurden umgesetzt oder sind noch in der Umsetzungsphase, an denen ich aktiv beteiligt war oder bin. Mir ist es wichtig, dass diese Projekte auch in der nächsten Legislaturperiode weiter voran gebracht werden. Als Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaftsförderung, den ich erst Ende 2019 übernommen habe, gilt es die getroffenen Entscheidungen nochmals genauestens auf den Prüfstand zu stellen und auch den Mut zu besitzen sich kritisch und manchmal vielleicht auch unpopulär zu äußern.
Im Ausschuss für Generationen, Integration/Migration und Soziales vertrete ich gern die Interessen der Neubürger*innen, aber auch Kitas und Schulentwicklung liegen mir sehr am Herzen.

2021 möchte ich erneut für den Samtgemeinderat, aber auch zum ersten Mal für den Gemeinderat Sittensen kandidieren.

Welche Themen bewegen meine Mitmenschen im Dorf momentan?
Was wird im Dorf (möglicherweise kontrovers) diskutiert? Wie positioniere ich mich?

Mit ein wichtiges Thema ist und bleibt die finanzielle Situation. Wir haben viele unvermeidbare Pflichtaufgaben, die entsprechend hohe Investitionen erfordern. Hier gilt es die bestmöglichen Lösungen zu finden, welche den Haushalt nicht über das notwendige und unvermeidbare Maß belasten. Kontrovers diskutiert wird derzeit das allg. Ortsbild in Sittensen im Hinblick auf „ortsprägende Gebäude“. Hier wünsche ich mir, dass Bürger*innen, Politiker*innen und die Verwaltung am Ende gemeinsam zu einem Ergebnis gelangen, dass weder die Haushaltslage immens belastet, noch den Bürger*innen eine Politikmüdigkeit beschert, weil „die da oben“ entscheiden. Das Bürgerbegehren kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, jedoch ist es natürlich richtig es durchzuführen.
Ich bin der Meinung, dass es selbstverständlich wichtig ist, Schützenwertes zu erhalten, aber sicher nicht aus einer alten „Gewohnheit“ heraus. Bei einem vernünftigen und finanzierbarem Konzept bin ich dem Erhalt der diskutierten Gebäude durchaus aufgeschlossen, kann dies aber bis dato nicht erkennen. Es bleibt spannend.
Sittensen ist eine sehr attraktive, aufstrebende Gemeinde mit recht guter Infrastruktur, aber eben noch teilweise dörflichem Charakter. Ich bin überzeugt, dass es am Ende eine Lösung geben wird, die allen Beteiligten gerecht werden kann.

Welche Themen möchte ich in Zukunft auf die Tagesordnung setzen?
Was wird aktuell zu wenig thematisiert?

Ich wünsche mir mehr Auseinandersetzung mit sozialen Themen, z.B. Wohnraumsituation. Erschwinglicher Wohnraum für Familien, die sich eben kein Eigenheim selbst bauen oder eine Doppelhaushälfte teuer anmieten können sowie bezahlbare Singlewohnungen, damit auch junge Menschen in der Börde bleiben. Gleichzeitig wünsche ich mir die Stärkung der örtlichen Unternehmen und Handwerksbetriebe. Ggfs. Ansiedelung attraktiver Gewerbe. Jungen Menschen hier berufliche Perspektiven aufzeigen, um sie darin bestärken zu können, ihre Zukunft in der Börde zu gestalten. Arbeitsplätze und bezahlbarer Wohnraum sind mir ein wichtiges Anliegen.

Wie gelingt die Zusammenarbeit mit den anderen Ratsmitgliedern/ der Verwaltung?
Wo gibt es noch Verbesserungspotential?

Die Zusammenarbeit ist grundsätzlich in Ordnung. Kommunikationsprobleme und Reibungsverluste gibt es meist nur, wenn man die Sachebene verlässt und Themen emotional angegangen werden. Hier mag es manchmal als „Zugezogene“ etwas einfacher sein, die erforderliche Neutralität zu bewahren. Verbessern kann man immer etwas und man muss sich natürlich regelmäßig selbst hinterfragen. Selbstreflexion und Empathie sind wichtige Faktoren in der politischen Zusammenarbeit.

Meine schönste und schlimmste Erfahrung als Ratsmitglied?

Meine bisher schönste Erfahrung war, dass es durch einen recht unkonventionellen Vorstoß in einer Angelegenheit im Nachgang zu einem produktivem, parteiübergreifenden und sehr kreativ - positivem Austausch gekommen ist.

Meine schlimmste Erfahrung war feststellen zu müssen, dass es Themen gibt, die man im Rat ungern anfassen möchte, weil man für sich persönlich Animositäten befürchtet oder seine „politische Karriere“ dadurch gefährdet sieht, dass man ein Thema beackert, dass emotional aufgeladen ist. Ich denke, wir sind in der Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen die Belange der Bürger*innen zu vertreten und für die Samtgemeinde das beste Ergebnis zu erarbeiten. Es darf aus meiner Sicht keine Tabuthemen oder heilige Kühe geben.

Was ich noch los werden wollte...

Bei der letzten Wahl bin ich mit einem respektablem Ergebnis in den SG-Rat gewählt worden, obwohl mich kaum jemand kannte.
Ich wünsche mir sehr, dass die in dieses politische Ehrenamt in den letzten Jahre gesteckte Arbeit und mein Engagement möglichst viele Bürger*innen dazu bewegen wird, zur Wahl zu gehen und sich erneut für mich und die von meiner Fraktion und mir verfolgten Ziele zu entscheiden.
Ich möchte weiterhin an der Gestaltung teilhaben und meine Mitbürger*innen sowohl im Gemeinderat Sittensen als auch im Samtgemeinderat vertreten.

Ich wünsche mir auch mehr Teilhabe der Bürger*innen. Viele entscheidende Sitzungen sind öffentlich und mehr Publikum / Interesse an unserem Tun würde ich da schon sehr begrüßen.

Wenn Sie noch Fragen haben, senden Sie mir bitte eine E-Mail.