Torsten Rathje

Torsten Rathje

PHOTO-by-SvenTotzek

Kandidatur für die Samtgemeinde Sittensen und die Gemeinde Klein Meckelsen

Wer bin ich?
Was mache ich beruflich, wie lange lebe ich schon im Dorf, Familienstand?

Mein Name ist Torsten Rathje, ich bin 48 Jahre alt, und lebe mit meiner Frau Anja und unseren drei Kindern in Klein Meckelsen,
wo ich mich bereits im Gemeinderat engagiere.
Ich arbeite seit über 30 Jahren im Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg. Davon habe ich 25 Jahre als Fachkrankenpfleger
für internistische und operative Intensivmedizin, sowie Anästhesie gearbeitet.
Seit 2014 bin ich von meinem eigentlichen Beruf freigestellt und engagiere mich in der Mitarbeitervertretung
(die kirchliche Form eines Betriebsrates). Hier habe ich 2015 den Vorsitz übernommen.
Im Jahr 2019 war ich maßgeblich an der Konstituierung einer konzernweiten Mitarbeitervertretung in der Agaplesion gAG beteiligt.
Der Agaplesion-Konzern beschäftigt ca. 21.000 Mitarbeiter. Auch hier hat das Gremium mir das Vertrauen ausgesprochen und mich zum Vorsitzenden gewählt.
Des Weiteren bin ich ehrenamtliches Mitglied der ver.di Tarifkommission der Diakonie Niedersachsen. Hier arbeite ich in der Verhandlungsgruppe und führe gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen die Tarifverhandlung für mehr als 35.000 Beschäftigte in der Diakonie Niedersachsen.

Warum mache ich Kommunalpolitik?
Warum möchte ich wieder für das Amt kandidieren?

Meine berufliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass Betriebe mit einer funktionierenden und gelebten Mitarbeiterbeteiligung oft produktiver und innovativer sind, sie haben eine geringere Fluktuation und eine familienfreundlichere Personalpolitik. Das erreicht man allerdings nur, wenn sich Mitarbeiter mit einbringen und ehrenamtliches Engagement zeigen.
Und genauso so ist es auch in unseren Räten, Sportvereinen und Kulturvereinen. Ohne ein eigenes soziales und politisches Engagement können wir selbst nicht gestalten, sondern werden gestaltet!
Auf Änderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, damit das Leben auf den Dörfern, in der Samtgemeinde weiterhin lebenswert und interessant ist. Ich möchte mitgestalten, wenn es um die Ausbildung und das Betreuungsangebot unserer Kinder geht. Ich möchte das die Dörfer ihr Leben, ihr Miteinander und ihre Entwicklung selbst planen und gestalten unter der Beteiligung der Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Deshalb kandidiere ich für den Gemeinderat in Klein Meckelsen und den Samtgemeinderat Sittensen. Ich möchte näher dran sein an den Problemlösungen und den Entscheidungen.

Welche Themen bewegen meine Mitmenschen im Dorf momentan?
Was wird im Dorf (möglicherweise kontrovers) diskutiert? Wie positioniere ich mich?

Vieles ist bereits auf den Weg gebracht. Das Neubaugebiet in Klein Meckelsen wird derzeit erschlossen. Der Bau eines Sendemastes für eine bessere Mobilfunkversorgung in Klein Meckelsen ist beantragt. Die Fortführung und der Ausbau der Grundschule ist beschlossen. Ein neuer Kindergarten ist bereits final geplant.
Die dörfliche Infrastruktur zu pflegen und zu erhalten, wird ein zentrales Thema für Klein Meckelsen in der nächsten Legislaturperiode sein. Durch das Projekt der Dorferneuerung wurde hier in der Vergangenheit viel geschafft. Allerdings stehen wir jetzt, nicht allein nur aufgrund der Pandemie, finanziell vor schwierigen Herausforderungen.
Auch mit dem Thema Windenergie wird sich der Rat beschäftigen. Erneuerbare Energien zu fördern ist wichtig, muss aber auch eine Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern finden.

Welche Themen möchte ich in Zukunft auf die Tagesordnung setzen?
Was wird aktuell zu wenig thematisiert?

Unsere Dörfer, die Samtgemeinde zeichnet sich durch sein kulturelles Leben in der Gemeinschaft aus. Und hier haben die Vereine eine zentrale Rolle. Egal ob Sportverein, Kulturverein oder auch die freiwilligen Feuerwehren, sie sind es, die das Leben in unseren Ortschaften prägen. Und hinter den Vereinen und den Feuerwehren stehen viele unzählige Ehrenamtliche, die sich in ihrer Freizeit schulen, Arbeitsstunden erbringen, organisieren, mit Verwaltungstätigkeiten herumschlagen usw. Diese Ehrenamtlichen sind das Herz einer Gemeinschaft, deshalb macht es Sinn, hier besser hinzuschauen. Zu analysieren wo Rat oder Samtgemeinde noch unterstützen können, und das nicht ausschließlich finanziell.
Leben heißt allerdings auch Arbeiten. Das muss sowohl auf den Dörfern, in den landwirtschaftlichen Betrieben und den Unternehmen, als auch zentral in Sittensen möglich sein. Hier müssen wir auf die Veränderungen in der Arbeitswelt Antworten finden. Homeoffice an zentralen Orten (Coworking-Plätze) ermöglichen. Unternehmen begleiten, wenn sie sich modernisieren oder erweitern wollen.

Wie gelingt die Zusammenarbeit mit den anderen Ratsmitgliedern/ der Verwaltung?
Wo gibt es noch Verbesserungspotential?

Mir ist wichtig, dass alle Ratsmitglieder sich auf Augenhöhe begegnen, egal wieviel Erfahrung schon jemand hat. Ein respektvoller Umgang miteinander ist Pflicht!
Politische Arbeit heißt immer Kompromisse zu finden. Das kenne ich aus meinem beruflichen Alltag. Hier gilt es Kompromisse zu finden, mit denen möglichst alle Beteiligten leben können. Und das ist das Schwierige, aber hierfür lohnt es sich zu diskutieren und die Argumente auszutauschen. Das macht mir Spaß, dazu habe ich Lust!
Auch sich immer wieder zu hinterfragen ist mir wichtig. Habe ich alle Informationen für eine Entscheidung gehabt? Waren die Informationen korrekt, oder waren sie überhaupt noch aktuell? Müssen wir unsere Entscheidung ändern? Habe ich, haben wir einen Fehler gemacht? Auch das muss erlaubt sein und ist wichtig! Sonst agiert man abgehoben und ist nicht mehr nah an den Menschen dran.

Meine schönste und schlimmste Erfahrung als Ratsmitglied?

Die schönsten Erlebnisse sind für mich, wenn ich mit Bürgerinnen und Bürgern über die Ratsarbeit sprechen kann und von ihnen in meiner ehrenamtlichen Arbeit bestätigt werde, oder viele Anregungen mitnehmen kann und damit meine Sichtweise auf einen Sachverhalt erweitern kann.
Die schlimmste Erfahrung war, wenn Themen nur noch emotional diskutiert werden. Das bringt Menschen, Bürgerinnen und Bürger, gar ganze Dörfer auseinander. Hier ist es Aufgabe der gewählten Räte wieder Transparenz und Sachlichkeit herzustellen.

Was ich noch los werden wollte...

Ich möchte dazu aufrufen, dass sich möglichst vielen Menschen in ihren Dörfern gesellschaftlich und politisch engagieren. Und dazu braucht man kein Parteibuch. Nutzt die Ratssitzungen und sprecht mit den Ratsmitgliedern, bringt euch mit ein. Nur so haben wir eine Vielfalt an Ideen und gute Lösungen für die anstehende Probleme. Für ein lieben- und lebenswertes Zusammenleben in unseren Dörfern und der Samtgemeinde.