Thomas Kannenberg

Thomas Kannenberg

PHOTO-by-SvenTotzek

Kandidatur für die Samtgemeinde Sittensen und die Gemeinde Lengenbostel

Wer bin ich?
Was mache ich beruflich, wie lange lebe ich schon im Dorf, Familienstand?

Ich wurde 1967 in Dortmund geboren und bin mit vier Geschwistern aufgewachsen. Meine Ausbildung habe ich bei der Siemens AG in Hamburg absolviert. Nach weitergehender Ausbildung zum Techniker, arbeitete ich im Bereich technische Systementwicklung und Support bei der Siemens AG Berlin und wahr bundesweit im Einsatz tätig. 1990 nahm ich meine Tätigkeit bei einem Sittensener Unternehmen auf, wo ich auch meine Frau Birgit kennen lernte.
In diesem Betrieb war ich für Planung, Entwicklung und Support von Sicherheitsanlagen in div. Justizanlagen verantwortlich. 1994 wagte ich den Schritt in die Selbständigkeit und betreibe seitdem die Firma F.D.S.Deutschland in Sittensen.
Mit meiner Frau und meinem Sohn Kevin, lebe ich in unserem schönem Dorf - Freetz.

Warum mache ich Kommunalpolitik?
Warum möchte ich wieder für das Amt kandidieren?

Zum einen gibt es Themen, die uns alle beschäftigen (Bsp. Biogasanlage Freetz und Groß Meckelsen, Fracking, SuedLink, NEL und-und-und), aber kaum jemand kniet sich darein und stellt sich der Herausforderung. Ich habe für mich 2010 beschlossen, nicht nur zu zuschauen, sondern auch zu gestalten. Ich finde, wer qualifiziert mitreden möchte, muss auch den Mut zeigen, dies mit einem Mandat als Vertreter in den Gemeinden zu tun.
Als Team, gemeinsam und für alle Anliegen offen. Daher möchte ich auch weiterhin für unsere Gemeinde und Samtgemeinde tätig bleiben.

Welche Themen bewegen meine Mitmenschen im Dorf momentan?
Was wird im Dorf (möglicherweise kontrovers) diskutiert? Wie positioniere ich mich?

Ein polarisierendes Thema in unserer Gemeinde ist sicherlich derzeit der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Freetz. Hier sind wir trotz der Pandemie gut vorangekommen und sind froh über die vielen Helferinnen und Helfer die ehrenamtlich dort einen sehr großen Betrag für die Gemeinschaft leisten. Sicherlich gefällt nicht jedem die eingeschlagene Vorgehensweise, wodurch nicht nur Kosten, sondern auch Zeitverzüge generiert werden. Vieles könnte man nun Corona bedingt entschuldigen, aber vieles ist einer lückenhaften Planung und den massiven Preissteigerungen in den letzten Monaten geschuldet.
Ein weiteres Projekt wird das Neubaugebiet „Im Dorfe“ werden. Hier stockten die Planungen sehr lange an vielen Kleinigkeiten. Hier möchte ich gern die Maßnahmen vorantreiben und endlich einen Beschluss zur B-Planänderung, gefolgt mit einem ordentlichen Ausschreibungsverfahren für die Erschließung einsetzen. Offen für neue Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch mit dem Auge auf den Erhalt der dörflichen Strukturen.
Seit einigen Jahren setze ich mich für den Breitbandausbau FttH (Fibre to the Home) ein. Glasfaseranschlüsse sollten heute Stand der Technik in jedem Haushalt sein und ich würde dies gern als Pflichtprogramm weiter vorantreiben. Hier konnten durch diverse Gespräche schon einmal eine kleine Lösung angeschoben werden. So hat im April 2021 der Landkreis begonnen, zumindest im ersten Stepp den Immenweg sowie das Gewerbegebiet mit Glasfaser auszubauen. Die weitere Erschließung der Gemeinde wird auch eines meiner Kernthemen bleiben.
Gewebesteuern sind lebenswichtig für die Gemeinde. Hier möchte ich mich dafür einsetzen, Wege zur Festigung und Erweiterung der vorhandenen Gewerbebetriebe in unserer Gemeinde zu finden.
Verkehrssicherheit. An vielen Stellen in den Dörfern Lengenbostel wie auch in Freetz beklagen sich Anwohner*innen über zu hohe Geschwindigkeiten auf den Ortsdurchfahrten. Hier konnte ich im vergangenen Jahr die Anschaffung zweier Geschwindigkeitsmessanlagen im Rat durchsetzen. Diese Anlagen sind mobil und können innerhalb der Gemeinde nun an Verkehrsschwerpunkten aufgestellt werden.
Eine fehlende Schulwegsicherung, bzw. eine ordentliche Querungsmöglichkeit der L130 fehlt bereits seit Jahren. Hier können weder Schülerinnen, Schüler noch irgendjemand anders sicher von Lengenbostel über die Landesstraße gehen. Divers Unfälle sind bekannt und als „einfaches“ Ratsmitglied kommt man bei der Angelegenheit leider im Behörden-Dschungel nicht voran. Seit 2016 beschäftige ich mich intensiv mit der Materie und möchte auch da nicht lockerlassen und am Ball bleiben. Ich möchte nicht hinnehmen, dass es an mangelnder Frequention an der Stelle liegt und wir deshalb keine Lösungen generieren können. Hier geht es mir ausdrücklich um den Schutz der Kinder und Passanten.
Für all diese Problematik müssen noch nachhaltige Lösungen gefunden werden.
Das ist der Ansporn für meine Arbeit in unserem Rat.

Welche Themen möchte ich in Zukunft auf die Tagesordnung setzen?
Was wird aktuell zu wenig thematisiert?

Ich würde gern einen wiederkehrenden TOP einrichten. „Anliegen und Berichte der Dorfjugenden“ Unsere Dorfjugenden sind eine wichtige Gruppierung in der Gemeinschaft. Hier konnte ich bereit ein festes Budget, welches die Dorfjugenden bei Bedarf abrufen können, im Rat durchsetzen. Ich würde gern die Zusammenarbeit mit der Jugend in der Gemeinde festigen und somit eine Plattform dafür schaffen.
Ein weiterer TOP wäre denkbar für unsere Ortsfeuerwehren. Auch hier sollte die Möglichkeit geschaffen werden.
Corona hat uns gezeigt, dass wir auch in der Ratsarbeit antastbar sind. Antastbar in dem Sinne, dass eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit nicht gewährleistet werden kann. Dafür würde ich gern die Änderung der Satzung vorantreiben und die digitalen Medien einbinden. Öffentliche Ratssitzungen gehören aus meiner Sicht auch öffentlich gestaltet. Hier würde ich gern eine Videokonferenz als festen Bestandteil aller öffentlichen Sitzungen gestalten. Dazu dann einen TOP „Fragen und Anregungen DIGITAL“ auf die Tagesordnungen setzen. Für die Einrichtung solcher Möglichkeiten habe ich beim Neubau des DGH Freetz bereits für die Erstellung eines DSL-Anschlusses plädiert. Ebenso sollte auch im DGH Lengenbostel solch ein Anschluss Bestand des Gebäudes werden.
Ferner würde ich gern den Dorfbrief erneut ins Leben rufen. Ein Dorfbrief bietet uns eine gute Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger über das Geschehen in und um den Gemeinderat sowie der Gemeinde zu informieren. Nicht nur wenn etwas fertig gestellt ist, sondern laufend im Rahmen einer transparenten Politik.

Wie gelingt die Zusammenarbeit mit den anderen Ratsmitgliedern/ der Verwaltung?
Wo gibt es noch Verbesserungspotential?

Eigentlich funktioniert die Zusammenarbeit in der Gemeinde recht gut. Sicherlich gibt es Meinungsverschiedenheiten, aber das macht die Arbeit aus und ist auch so gewollt. Wichtig ist mir dabei, dass wir uns alle nach den Sitzungen noch in die Augen schauen können und der Schnack am Straßenrand nicht ausbleibt. Ich würde mir wünschen, dass wir die Gemeinde Lengenbostel als Ganzes und nicht ständig als Ortsteile Freetz und Lengenbostel behandeln. Hier sollte es nicht um ein Ihr habt und wir haben, sondern um den Zusammenhalt gehen. Nur so kann eine Gemeinde sich stark nach Außen positionieren. Denn wie uns die Vergangenheit gezeigt hat, ist die Spaltung einer Gesellschaft niemals etwas Positives. Meinungen können diskutiert w erden, dürfen aber niemals als Grund für eine Spaltung dienen. Nicht alles was Einzelne fordern oder anregen muss gefallen. Wichtig ist das wir in einer lebenden Demokratie mit demokratischen Entscheidungen zu leben haben und diese akzeptieren. Das ist der demokratische Grundgedanke, der unsere Gemeinschaft ausmacht.

Meine schönste und schlimmste Erfahrung als Ratsmitglied?

Schöne Erfahrungen sind die, bei denen angeregte Vorschläge umgesetzt werden. (Bsp. Samtgemeinde – Grundschule Sittensen: Hier habe ich vor ein paar Jahren während einer Bereisung des Ausschusses (Planen, Bauen und Verkehr) den Vorschlag gemacht, eine Stahltreppe über das Dach an der Turnhalle zu installieren um die beiden Räume darüber als Klassenräume nutzen zu können. Hier fehlte bislang der zweite Fluchtweg. Dieser Vorschlag wird heute umgesetzt und wir können somit für ein sehr überschaubares Budget zwei weitere Klassen in der Grundschule beschulen. Die schlimmsten Erfahrungen mit Ratsmitgliedern liegen zum Glück schon einige Jahre zurück und haben ihren Ursprung in meinem Eintritt in die politische Arbeit. Ausschlaggebend war derzeit eine vehemente Ablehnung der Bürgermeinungen bis hin zu handfesten Anfeindungen meiner Person. Das ist nun Geschichte und ich habe dieses als Lebenserfahrung ad acta gelegt.

Was ich noch los werden wollte...

Parteipolitik ist aus meiner Sicht in der Gemeinde eher hinderlich. Auch wenn wir uns dieses Jahr einmal wieder im Wahlkampf befinden, sollten wir den Fokus auf Anliegen und Vorhaben in unserer Gemeinde legen. Profilieren und anschwärzen gehören nicht zum guten Ton, der ein Team begleiten sollte. Die Aufgaben der Kommunen werden von Tag zu Tag umfangreicher. Um fachgerechte Arbeit leisten zu können, brauchen wir Fachleute an den entsprechenden Stellen, daher würde ich auch weiterhin gern unter dem Motto „Sei die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt“, Dinge in unserer Gemeinde vorantreiben und die Gemeinschaft stärken.

Gern gehe ich auf Ihre Fragen und Anregungen ein.